
Unter der Rubrik Krebs von A - Z finden Sie eine Reihe von Publikationen, die vertiefende Informationen zu vielen Aspekten der Krebstherapie liefern. Hier steht vor allem die Vielfalt aus der Sicht verschiedener Fachleute im Vordergrund. Die Schleswig-Holsteinische Krebsgesellschaft stellt diese Informationen ohne Stellungnahme zur Verfügung.
Wenn nicht anders unter dem Text vermerkt, sind die Einträge aus dem Krebswörterbuch (Deutsche Krebsgesellschaft e.V., 5. Auflage, Frankfurt/Main, 2000. Medizinische Betreuung: Prof. Dr. Peter Drings) übernommen worden.
Ablatio mammae
Operative Entfernung der Brust.
Abrasio
Ausschabung, Gewinnung von Schleimhautgewebe aus der
Gebärmutterhöhle.
Abstrich
Entnahme von Zellen der Haut- und Schleimhautoberflächen, die dann
untersucht werden.
Adenokarzinom
Von Epithelgewebe oder zylinderhaltiger Schleimhaut ausgehendes
Karzinom.
Adenomatös
Drüsenförmiges Wachstum; ein Adenom ist ein gutartiger Tumor, der von
den Drüsen ausgeht.
Adjuvans
Eine chemische Substanz, die eine andere Substanz bei bestimmten
Vorgängen unterstützt. In der Immunologie bezeichnet es eine Substanz, die
die Immun-Reaktion einer anderen Substanz intensiviert.
Adjuvante Therapie
Jede unterstützende Therapieform. Wenn nach der vorhergegangenen
Therapie (Operation, Strahlentherapie) kein Tumor mehr nachweisbar ist,
aber das Vorhandensein einzelner Tumorzellen nicht ausgeschlossen
werden kann, wird adjuvant therapiert, zum Beispiel mit Hormonen (adjuvante Hormontherapie) Antiöstrogenen, Zytostatika
(adjuvante Chemotherapie).
Akut
Plötzlich auftretend, schnell, heftig verlaufend; Gegensatz: chronisch.
Alphafetoprotein (AFP)
Eiweißgruppe, die im Gewebe von Embryos vorkommt, bei Erwachsenen
normalerweise nicht. Das Wiederauftreten von AFP kann das Anzeichen
einer Krebserkrankung sein, zum Beispiel von Hodenkrebs.
Ambulant
Untersuchungen oder Therapien werden durchgeführt, ohne dass ein stationärer
Klinikaufenthalt notwendig wird.
Aminosäuren
Wichtige chemische Bausteine der Eiweiße.
Anamnese
Erhebung der Krankengeschichte, meist vom Arzt durchgeführt.
Anästhesie
Betäubung von Körperregionen (Lokalanästhesie) oder Betäubung des ganzen Menschen (Vollnarkose) damit kein Schmerz, keine Kälte oder Hitze
empfunden wird.
Angiogenese
Körpereigener Signalstoff, der das Gefäßwachstum anregt, um den Tumor
mit Nährstoffen zu versorgen.
Angiogenese-Hemmer
Stoffe, die die Entwicklung von kleinen Gefäßen behindern.
Angiosarkom
Seltener gefährlicher Tumor, der in den Blutgefäßen entsteht.
Angiostatin
Angiogenesehemmer.
Antibiotikum
Antibakterielle oder antimykotische Substanz, die von Lebewesen produziert
wird. Wird bei Menschen zur Behandlung von Infektionen verwendet. Die
meisten Antibiotika werden von Pilzen erzeugt, wie zum Beispiel dem
Schimmelpilz Penicillium; daher der Name Penicillin.
Antigen
Jede Substanz, die von außen kommt und dem Körper fremd erscheint.
Regt das Immunsystem zur Bildung von Antikörpern an.
Antigen-Antikörper-Komplex
Ein Molekül, das aus der Verbindung von Antigenen mit Antikörpern
entsteht.
Antigenität
Fähigkeit einer Substanz als Antigen zu wirken.
Antikarzinogen
Krebshemmende Substanz, mit der die Wirkung eines Karzinogens unterdrückt
oder aufgehoben wird.
Antikörper
Substanzen, die das Immunsystem als Abwehrreaktion auf eingedrungene
Fremdkörper (Antigene) bildet und die sich gezielt gegen dieses
Antigen richten.
Antimetabolit
Chemische Verbindung, deren Struktur einer anderen, natürlichen Substanz
sehr ähnlich ist, nämlich den Metaboliten, die den Stoffwechsel beeinflussen.
Antimetaboliten sehen so aus als seien sie normale Metaboliten. Sie
dringen in den Stoffwechsel ein und blockieren bestimmte biochemische
Reaktionen, weil sie eben nicht die „echten“ Metaboliten sind. Wenn die
Antimetaboliten für die Tumorzellen mit ihrem besonderen Stoffwechsel
schädlicher sind als für die gesunden Zellen, werden sie bei der Chemotherapie
verwendet.
Antiöstrogene
Hemmstoffe des körpereigenen Hormons Östrogen. Sie binden sich
anstelle des Östrogens an dessen Hormonrezeptoren und spielen eine
wichtige Rolle bei der Therapie von Brustkrebs.
Antiserum/Immunserum
Serum, das Antikörper gegen Krankheitserreger enthält.
Ardenne-Therapie
Sauerstoff-Mehrschritt-Therapie und Systemische Krebs-Mehrschritt-Therapie nach Manfred von Ardenne; gehört zu den unkonventionellen
Methoden mit zurzeit noch nicht nachgewiesener Wirksamkeit.
Aspiration
Ansaugen von Gasen, Flüssigkeiten oder festen Stoffen.
Astrocyten
Sternförmige Stützzellen im Gehirn, die eine Untergruppe der Gliazellen darstellen.
Astrocytom
Gehirnturnor, der von den Astrocyten ausgeht und gut- oder bösartig
(= Glioblastom) sein kann.
Ätiologischer Faktor
Verursachender Faktor.
Attenuierte Viren
Abgeschwächte Krankheitserreger (Viren oder Bakterien) oder Bestandteile
davon, die gezüchtet oder biochemisch hergestellt werden. Sie werden
Patienten und Patientinnen gespritzt, weil sie die Bildung von Antikörpern veranlassen und so den Körper vor den echten Viren oder Bakterien
schützen.
Autogenes Training
Entspannungsmethode, die über das Vorstellungsvermögen arbeitet. Der
Betreffende stellt sich zunächst vor, wie sich einzelne Körperteile schrittweise
entspannen. Dabei wiederholt man innerlich für sich den Satz:„Ich
bin ruhig, ich bin ganz ruhig“. Dieser Satz wirkt autosuggestiv (man suggeriert
sich selbst etwas).Wenn eine Entspannung darüber gut gelingt, kann
man, wenn man möchte, zur nächsten Stufe übergehen und mit
Ruhebildern zu einer Entspannung kommen.
Autoimmun-/Autoaggressionskrankheiten
Krankheiten des menschlichen Immunsystems, bei denen Immunzellen
das eigene Körpergewebe schädigen.
Autotransplantation
Gewebe zum Beispiel Haut eines Patienten oder einer Patientin
wird von einer Stelle des Körpers zu einer anderen transplantiert.
Axilläre Dissektion
Operativer Eingriff zum Entfernen der Lymphknoten in der Achselhöhle.
Frauenselbsthilfe nach Krebs
Deutsche Ilco e.V.
Bundesvb. Prostatakrebs Selbsthilfe e.V.
Dtsch. Leukämie- & Lymphom-Hilfe e.V.
Bundesverband der Kehlkopfoperierten e.V.
Arbeitskreis der Pankreatektomierten