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Die Tumorerkrankungen stellen in Deutschland wie in allen anderen Industriestaaten ein enormes, ständig zunehmendes Problem dar. Jährlich erkranken etwa 350.000 Personen an Krebs und etwa 210.000 versterben daran – allein in Schleswig-Holstein waren es 16.500 Neuerkrankungen im Jahr 2004.

Insgesamt leben derzeit rund zehn Prozent der Bevölkerung mit Krebs, d. h. zehn Prozent haben eine Krebserkrankung durchgemacht, sind geheilt oder chronisch davon betroffen. Das sind mehr als 250.000 Menschen in Schleswig-Holstein. Die häufigste Krebserkrankung bei Frauen sind Brust- und Darmkrebs, bei Männern Lugen- und Prostatakrebs.

Für bis zu 50 Prozent der Krebspatienten können Erkrankung und Behandlung mit starken psychischen Belastungen verbunden sein. Der internationale Stand der Forschung zeigt, dass psychoonkologische Interventionen bei Tumorpatienten hilfreich sind: Sie verbessern die gesundheitsbezogene Lebensqualität und führen in den bisher durchgeführten wissenschaftlich soliden Studien häufiger zu Überlebensvorteilen. Daher setzt der Krebswegweiser Schleswig-Holstein einen Schwerpunkt auf psychosoziale Angebote.

Obwohl die Heilungsraten bei Krebs in den letzten 20 bis 30 Jahren deutlich verbessert werden konnten, können derzeit nur knapp die Hälfte, d. h. 45 Prozent aller Erkrankten geheilt werden. Die unheilbar erkrankten Patienten bedürfen einer optimalen Versorgung, wie sie z.B. auf Palliativstationen oder durch die Hilfe von Hospizdiensten geleistet werden kann. Die Ansprechpartner finden sich in der Datenbank des Krebswegweisers.

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Projektträger
Schleswig-Holsteinische Krebsgesellschaft e.V.
Projektförderung

Sparkassen- und Giroverband für Schleswig-Holstein

www.sgvsh.de

Projektpartner
Referenzzentrum Lebensqualität in der Onkologie (Kiel)

Tumorzentrum Kiel

Institut für Krebsepidemiologie e.V. (Lübeck)